aphrodites children, pflanzen, sinn, sinne, sinnlichkeit

Wonnemonat

flower-3341436_1920

Der Monat Mai wird auch Wonnemonat oder Blumenmond genannt. Denn in dem schönsten Monat des Jahres blühen viele Pflanzen und Bäume in voller Pracht. Es grünt und sprießt, die Freude und erquickende Gefühle sind lebendig. Und v.a. – es ist und wird deutlich wärmer. Die Wildkräuter zur Nahrungsaufnahme haben ihre Hoch-Zeit. Allerlei ist da, und insbesondere -jetzt- wie z.B. die Löwenzahnblüten, das Schaumkraut, das Scharbockskraut, der Bärlauch, der Waldmeister, usw.

goddess-1500599_1920 (1)

Wonne, ein altes Wort, was von Winne und Wunne abgeleitet ist. Es bedeutete im Germanischen die Wiese. Oder im Altdeutschen Wunnimanot genannt, was soviel wie Weidemonat bedeutet. Auch hier vor Ort, auf dem Bauernhof, wird es wieder deutlich lebendiger. Die Landwirte sind fleißig und die Kühe, meine Nachbarn, sind wieder auf der Weide und grasen.

sunrise-2784380_1920.jpg

Eine Farbenrausch entsteht in der Natur, der Flieder duftet, die Vögel zwitschern, die Seele ist erquickt von einer fortgeschrittenen Frühlingszeit, die scheinbar nie zu Ende geht. Immer mehr Tage fühlen sich schon nach Sommer und Hoch-Zeit an.

lilac-2310561_1920.jpg

Doch gibt es v.a. auch für Gärtner eine Leitlinie im mittigen Mai, den Eisheiligen. Bis dahin brauchen frostempfindliche Pflanzen noch etwas Schutz.

Felder sind in ein leuchtendes Gelb getaucht – durch Tupfer des Hahnenfußes, der Löwenzahnblüten und wie heute im Westerwald, sah ich riesige schillernd gelbe Flächen mit Raps.

buttercup-3358034_1920.jpg

oilseed-rape-3360328_1920

Der Mai ist voller Feiertage, angefangen mit dem heutigen Feiertag und der vorangegangenen nächtlichen Walpurgisfeier. Nun ist der Übergang vollbracht.

So wie die Blüten im Mai sich immer mehr für die Sonne öffnen, so können wir unser Herz erneut öffnen. Licht und Liebe – welch entzückende Qualitäten.

daisy-712892_1920

Die Göttin Flora, eine jungfrische Erdgöttin ist ein Sinnbild für eine fruchtbare Vegetation, für die Blüte! und die Blüten des Lebens. Die Flora bewegt die Menschen und verhilft den Menschen zu lieben, zu lachen und lust-ig zu sein. Ja, die Lebenslust, die Schönheit und Sinnlichkeit, die von innen nach außen strahlt, das verkörpert die Flora.

Aphrodite und ihre Kinder strahlen, lachen und tanzen. Das Leben ist aphrodisisch.

Eine römische Göttin oder auch eine griechische Nymphe hat uns zu dem Wort Mai verholfen. Denn bei den Römern und auch bei den Griechen gab es die Maia. Aus dem Sinnbild des zunehmenden Frühlings, der Wärme und der Lust aufs Leben, wurde irgendwann die prüde Ma-r-ia, die auch in verschiedenen Maiandachten von den Christen zelebriert wird.

statue-408367_640

Im Mai geht das Herz auf***

So oder so, Begleiter und Begleiterinnen aus der Mythologie, und genauso die, die tagein tagaus unser reales bodenständiges Leben begleiten. Die Menschen zieht es wieder nach draußen in die Gemeinschaft, in die Natur, die Motorradfahrer brettern wieder über die Landstraßen, Flohmärkte finden statt, Biergärten und Eisdielen sind gefüllt.

Wir können barfuß laufen, was ja sooo gesund und sexy ist. Die Kleidung wird luftiger und unsere Pheromone sind auf Hochtouren. Düfte wollen genauso erfrischend sein und die Lebensgeister aktiv unterstützen.

barefoot-482747_1920.jpg

Für den oralen Genuß ist im Mai die Erdbeere allgegenwärtig, Spargel, Rhabarber gibt es in Hülle und Fülle. Junge Birkenblätter können noch genascht werden oder im Salat,….verarbeitet werden. Junge Brennnessel sind bei mir derzeit ein every day Genuß, wenn nicht im Essen zubereitet, dann auf jeden Fall im Tee. So langsam kann auch die erste Jauche/Dünger aus Brennnesseln vorbereitet werden. Im Mai können auch die jungen hellgrünen Tannenspitzen zu einem leckeren Sirup verarbeitet werden. Gänseblümchen – mein diesjähriger Liebling, weil ich beim Schmecken letzte Woche tatsächlich die Assoziation von Marzipan im Mund spürte.

 

Viele kleine Pflanzenkinder, die aus den Samen entstanden sind, stehen auch schon in den Startlöchern. Mitte Mai können sie bedenkenlos in den Garten gepflanzt werden. Kartoffeln habe ich schon in den Boden gebracht. Jeden Tag bekommt mein Garten jetzt Streicheleinheiten und Pflege.

31772941_2069784666631643_8527268824423071744_n.jpg

Hoch-Zeit * Wonnemonat

Buchtip:

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s