aphrodites children, kräuter, pflanzen, sinn, sinnlichkeit

Die Mutter des Waldes im Mai

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Die Mutter des Waldes im Mai ist v.a. bekannt unter dem Waldmeister.

Diese sinnesbetörende Pflanze duftet und schmeckt. Und spricht für ein heilsames Erleben, wenn man weiß, mit ihr umzugehen.

Passend zum Maifest sprießt das Pflänzchen meist in einer Gruppe in Grün, sehr gerne in lichten Laubwäldern, insbesondere in Buchenwäldern. Des Weiteren bekommt die Pflanze weiße Blüten, die aussehen wie kleine Sternchen.

Aufgrund der enthaltenen Cumarine – einem blutverdünnenden Wirkstoff hat er v.a. auch ein heilenden Nutzen. Dies aber v.a. im fortgeschrittenen Stadium oder wenn die Pflanze am welken ist bzw. gezielt getrocknet wird. So gilt auch die Richtlinie, Waldmeister in Maßen zu sich zu nehmen (max. 3g/pro Tag). Auch die Entfaltung seines Aromas wird durchs Trocknen verstärkt. Denn Cumarine duften nach Vanille.

Da, wo eine Heilwirkung z.B. gegen Kopfschmerzen und Migräne indiziert ist, kann er gut punktuell nach der Blüte eingesetzt werden. Durch eine Überdosierung können Kopfschmerzen und andere Nebenwirkungen auftreten!!!

 

 

Die Maibowle soll vor der Blüte verwendet werden. Die Chancen stehen meist hierzu gut, passend zum Sinnes-Rausch-Fest nur das Grün in perligen Wein einzutauchen.

Denn der Waldmeister scheint auch die Pforten zu öffnen für den Blick auf den Wald und seine Elementar-Wesen, die Wahrnehmung kann intensiver werden und all das Aphrodisische dieser Zeit zeigt sich ausgelassen. Dies hängt v.a. mit der Dosierung, auch dem Welke-Zustand zusammen. Damit habe ich aber keinerlei Erfahrungen und kann nur aus Gelesenem berichten.

Das übertriebene farbige Grün, was wir noch aus Kindestagen aus dem Wackelpudding kennen, ist damit nicht gemeint. Viele giftgrüne Waldmeister-Geschmäcker in Wackelpuddings und Sirups oder in der Berliner Weiße sind künstlich hergestellt.

Waldmeister kann als Tee getrunken werden, im Duftkissen riecht er lieblich & genußvoll und verhilft zu einem entspannten Schlaf- und Traumleben. Früher wurden auch die Gebärenden/Wöchnerinnen darin gebettet, um sie positiv auf die Geburt vorzubereiten bzw. vor negativen Einflüssen zu schützen. Aber auch als Bettstrohkräuter für die „heißen“ Nächte im Mai wurden Waldmeister und andere Kräuter für die Liebenden zurecht gemacht. Oder es diente auch zur Abwehr von Motten. So kann man den Waldmeister auch als Antimottenmittel in den Schrank legen.

Im Lateinischen heißt der Waldmeister Matrisylvia = die Mutter des Waldes. Oder ein anderer Spitzname ist der Herzensfreund oder Herzfreude. Wie fein***

Die Maibowle ist schon lange Zeit ein traditionelles Getränk. Ebenso sind die Heilwirkungen des Waldmeisters schon lange lange bekannt.

Ich möchte dieses Jahr den Waldmeister räuchern*** ( werde dann darüber berichten )

Grundsätzlich gilt für den  Waldmeister: Weniger ist mehr. Dies gilt für einen gelingenden Tee, ein selbstgemachtes Sirup oder Gelee und auch für die Maibowle. Neben den Wirkstoffen, die mit Achtsamkeit behandelt werden sollten, schmeckt es sonst zu bitter.

Schon ein Benediktinermönch aus dem 9. Jahrhundert sagte:

“ Schüttle den perlenden Wein auf das Waldmeisterlein.“

die kindliche Waldmeisterbowle:

ein angewelktes Waldmeistersträusschen einige Stunden in einem guten Apfelsaft ziehen lassen. Mit etwas Zimt und Mineralwasser mischen.

 

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