aphrodites children, sinn, sinne, sinnlichkeit

Der wilde Tanz in den Mai

der wilde tanz in den mai

Maienzeit

Die Natur regt sich ungemein oder mit wahrer Wonne – im wahrsten Sinne des Wortes. Die grüne Göttin ist schon überall sicht- und spürbar.

Nur noch 7 Tage – und dann verkörpert der Mai all das wilde Wachstum, Wonnegefühle, Frühlingsgefühle, Sinnlichkeit und die Pracht des Sichtbaren.

Nun, für einen Stier beginnt der Geburtstag genau dann, wenn die Übergangszeit stattfindet. ( siehe auch einen wunderbaren Beitrag von She Moon über den Stier )

***Ja, Tanzen***

***Das Leben tanzen***

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Walpurgisnacht

Christian Rätsch beschreibt in seinem Buch Walpurgisnacht – von fliegenden Hexen und ekstatischen Tänzen ein kognitives Muster, was in dieser Zeit ( meine Interpretation) bzw. in dieser Nacht in verschiedenen Masken sichtbar wird. Seine Struktur umfasst bestimmte Elemente:

  • das Datum
  •  der Ort
  • die Ausfahrt auf Besen, Gabeln oder Tieren
  • Flugsalbe
  • Versammlung der Hexen
  • Musik – rhythmusbetont, obertonreich
  • gemeinsames Essen
  • Zauber
  • der Teufel

Bekannt ist die Walpurgisnacht am Blocksberg, wo phantastisch gefeiert wurde. Auch in Griechenland ist der Parnass Berg bekannt, wo Dionysos im Frühling wilde Feste feierte.

Ich liebe ja auch die Geschichte der kleinen Hexe, die noch zu jung und unerfahren war, um an dem sinnlichen Fest teilzunehmen, und sie war mutig und neugierig genug, um trotz dieses Verbotes einfach dort aufzutauchen 🙂 Dabei war sie schon 127 Jahre alt 🙂

Sinnlichkeit

Naturfrauen und Naturmänner, wilde Naturen, Hexen, Verrückte, die Elemente und phantastische Figuren feiern bis heute dieses bezauberndste aller Feste, weil es für die Wildheit in uns steht. Für den Trieb und die Liebe. Ein bewusstes Zelebrieren im Sinne des Jahreszeiten-Zyklus.

Aphrodite und ihre Kinder sind auf jeden Fall dabei. Natürlich auch die Venus, Lilith, Diana, Holda, Herr Pan und seine Nymphen, Dionysos und wahrscheinlich alle Anderen auch 🙂 Auch der Teufel feiert mit und zürnt die Bande richtig an.

Es ist auch die heilige Hoch-Zeit.

In einem meiner Lieblingsfilme -die Nebel von Avalon- ( neben den Büchern!!!) ist das anschaulich dargestellt.

Männlichkeit und Weiblichkeit vereinen sich

der Gehörnte und die Göttin vereinen sich

Vater Himmel und Mutter Erde vereinen sich

Rituale

In unserem Kulturkreis hat sich der Maibaum in seiner Tradition mit seinen bunten fliegenden Bändern erhalten. Christian Rätsch spricht im Vergleich zu dem schamanischen Weltenbaum. Das gefällt mir.

Der Treibstoff dieser Zeit sind Räucherstoffe aus sinnlichen Blüten, Harzen und Hölzern.

Meine gestern entstandenen Räucherkugeln zeichnen die bunte Spielerei dieser Zeit, innen wie außen.

Besen aus Besenginster, Hanf oder der Birke sind ein altes Symbol der Frauen, die mit ihrem Fahrzeug andere Sphären erkunden und so ein richtig heißes Spiel mit dem Teufel treiben.

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Erotik und Sinnlichkeit sind dabei große Stichworte.

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Ein absurder Vergleich – und doch! wie oft ist es zwar stilistisch eine Geschmacksfrage, doch in der deutschen Karnevalstradition lassen die Menschen ja auch gern die Sau raus.

Meine Wahrheit ist jedoch – es gab und gibt Menschen, die sich aus Kräutern, Pflanzenstoffen, etc. eine Flug- oder auch Buhlsalbe (buhlen: sexuell betätigen) herstellen können. Früher waren die Klassiker Bilsenkraut, Stechapfel und Co. Davon ist natürlich abzuraten, weil wir heutzutage sooo reizüberflutet sind von Negativ-Infos a la Medien, intellektuellen Informationen und das, was ich Hyperkapitalismus nenne, so das unsere zart besaiteten Menschen-Seelen mit solch wilden Naturkräften bzw. Naturdrogen ins Schleudern kommen könnten.

Aphrodites children haben da ein paar andere Kräuterlis auf Lager.

 

 

Alkoholische Getränke  mit feinen Kräutern versetzt, Räuchern bis die Nebel steigen…..das ist mein persönlicher Geschmack. Ich habe aus Ibiza eine Flasche Javas –Hierbas Ibicencas mitgebracht. Das ist soooo lecker…die Basis besteht aus Anis und verschiedene ibizenkische Geheimrezepte sind im Laufe der Geschichte entstanden. Klassische Mittelmeerpflanzen sorgen für Power und Ausgeglichenheit. In meiner Flasche – von einem Familienbetrieb in San Juan ( mir wurde gesagt, der beste Javas auf der Insel ) ist u.a. mit Rosmarin beigesetzt.

Und unter Anbetracht des Stiersymbols und der Sinnlichkeit ist das genußvolle Essen, das erotische Essen auch etwas ganz Besonderes.

„Ich bin so wild nach Deinem Erdbeermund“ – ja, zum Beispiel Erdbeeren, da draußen gibts es schon soooo viel leckeres Grünzeugs oder vielleicht bekommt der ein oder andere bei wärmeren Temperaturen Lust auf gegrillte Gelüste und versucht sich mit Händen und Füssen zu essen.

🙂

Ekstase und Musik

Auch die Literatur ist voll von Geschichten über diese Nacht. Goethe und Faust, Gustav Meyrink,  Dracula und Vampire.

Psychologisch betrachtet ist meines Erachtens wichtig, den Wahn-Sinn immer mal wieder bewusst zu zelebrieren – so verrückt das klingen könnte.

Nicht zu vergessen ist die Begrifflichkeit des Beltaine Festes aus dem Keltischen. Wie so oft wurde dieses Fest zum kommenden Vollmond gefeiert, ebenso unter dem Aspekt der Freudenzeit, der Sonne, dem Element Feuer und der Fruchtbarkeit.

Super Song von Boudewyn de Groot – einem Holländer

The Rattles -the witch

Den Text und das Video finde ich fast schon besser als den Song und doch!

In den Abendhimmel steigen
Heute Nacht die Zauberweisen
Wildes Volk und Liliths Art
Lauernd Winde heimlich fahrt
Lasst uns zu den Feuern streifen
Raunend nach den Sternen greifen
Gutes und auch böses Wort
Tragen wir heut‘ fort und fort
In den Weiden werden unsere Träume klingen
Und die Winde werden unsre Lieder singen
Lasst uns mit den Funken übers Feuer springen
In der Walpurgisnacht!
Hört die Geigen, hört die Geigen
(Hey yo)
Die Feuer sind entfacht!
(Hey yo)
Folgt dem Reigen, folgt dem Reigen
In der Walpurgisnacht
Ungestüm im Spiel der Geigen
Dreht sich unser nächtlich‘ Reigen
Und wir treten wild und frei
Diesem alten Zauber bei
Einmal nur im großen Kreise
Tanzen wir auf jene Weise
Bis das erste Morgenlicht
Unser Traumgewebe bricht
Bücher:



Aphrodite und ihre Kinder haben ein paar heiße Tips aus der Literaturszene über Aphrodisiaka:




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betörend riechende Maiglöckchen – ! und giftig!

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Lust***Triebe***sexy hexy 🙂

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der Stier und die Ur-Frucht

Das Beitragsbild habe ich aus Christian Rätschs Buch abfotografiert. Es ist von Fred Weimann.

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