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Wortinspiration: Ent-wickeln

Wortinspiration: ent-wickelnIch hab mal letztes Jahr so ein abgefahrenes Buch gefunden. Das heißt Ent-wickle Dich!

Ein etwas verrücktes Buch von einem Christopher S.Hyatt, der sich mit Psychologie, Magie und Spiritualität befasste. Er war wohl auch mit Timothy Leary im Kontakt und geprägt von Wilhelm Reich und anderen extremen faszinierenden Persönlichkeiten. Das Buch hat durchaus in meiner kleinen Bibliothek einen Platz bekommen. Denn auch wenn das ein oder andere fremdartig wirkt, gibt es immer wieder Abschnitte mit speziellen wertvollen Denkanstössen.

Das Wort Entwickeln, ***sich entwickeln*** ist im übertragenen Sinne ein Wort des Fortschritts, eines Prozesses, ein Werdegang. Entwicklung kann Wachstum bedeuten. Und noch vieles Andere.

Worauf ich hinaus will?

Stell Dir vor, Du bist ein samtweiches Wollknäuel und ent-wickelst Dich. Das Wollknäuel ist der Inbegriff für das innere Zentrum, aus verschiedenen Schichten bestehend und all Dein Potenzial kommt zum Vorschein, wenn sich das Knäuel entwickelt.

Diese Vorstellung gefällt mir. Auch in der Natur kommt dieses Phänomen vor. Die Spirale, die sich in Pflanzen zeigt z.B. bei den Farnen, die sich ent-wickeln. Oder die Schnecke, die aus ihrem inneren Häuschen nach Außen kommt.

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Diese Vorstellung passt auch wunderbar zur diesjährigen beginnenden Jahreszeit.

dem Frühling

Für mich dient der Winter dazu, in mein Innerstes zurückzugehen, also vom äußeren Punkt der Spirale nach Innen zu wandern. Zur Ruhe zu kommen, zu entspannen, zu meditieren, die innere Welt zu betrachten. Die innere Phantasie zu beflügeln, wo sich die Entwicklung tief im Inneren zeigt. Das sind wie so kleine Parallelwelten…..so stell ich mir das in etwa vor.

Nun, und jetzt im Frühling gehts tatsächlich in der Entwicklung wieder nach Außen.

Die Spirale ist ein uraltes Symbol in unterschiedlichsten Kulturen.

Die Doppelspirale symbolisiert eine Einheit. Von der Mitte – dem Zentrum – im inneren Kern ins Außen und wieder zurück. Ein Weg, wo sich Dualitäten vereinen. Es gibt kein entweder oder.

In der Natur, bei den Elementen tauchen auf ganz natürliche Weise die Spiralen auf. Der Rauch steigt spiralförmig auf, starke Windphänome wie Tornados verlaufen spiralförmig. Das Universum ist geprägt von dieser Energie. Selbst in unseren biochemischen Vorgängen des inneren Körpers gehts um Spiralen.

Das alles sind natürlich Wissenschaften für sich. Wers studieren mag – gerne!

Das Phänomen dahinter berührt mich. Ich kann solche Denkanstösse wie die Wollknäuel-Metapher nur erfühlen.

Sich ent-wickeln kann auch bedeuten, alte Gewohnheiten loszulassen, etwas mal oder immer wieder mal ganz anders zu tun. Worte und Taten immer wieder zu überprüfen oder aus seiner Haut schlüpfen. Das wäre eine weitere Wortinspiration – das Chamäleon oder die Schlange, die sich häutet. Es kann manchmal so einfach sein. Die Sinne regen dazu an, etwas völlig Neues auszuprobieren. Etwas zu essen oder zu kochen, was ich noch nie gegessen habe. Farben zu tragen, die ich bisher vermieden habe oder etwas Aussergewöhnliches zu unternehmen, was mir bisher nicht im Sinn stand. Aus den Ent-wicklungsprozessen entsteht Kreativität und Wachstum. Ja, so sei es***snail-822610_640

 

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