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Wortinspiration: DIE RÄUCHERWÖLKCHEN

Wortinspiration: die räucherwölkchenInspiriert durch meine Räucherküche möchte ich über ein paar Aspekte des Räucherns mit Pflanzen, Harzen und Hölzern erzählen.

Räucherstoffe werden auch Incense, Dhoop, Weihrauch, usw. genannt. Sie dienten den Menschen schon immer weltweit, um Rituale, oft im religiösen oder magischen Kontext abzuhalten. Sie halfen auf medizinischer und hygienischer Ebene. Und sie verändern auch das Bewußtsein.

Räucherstäbchen

Ich fange mal mit den Räucherstäbchen an, die es mittlerweile in allen möglichen Varianten und Geruchsintensitäten gibt. So ein mittlerweile bekannter Klassiker ist Nag Champa aus Indien. Die blau weiße Verpackung der Stäbchen ist leicht erkennbar.

Die Inder haben da ein Geheimrezept kreiert. In den Nag Champas ist u.a. Magnolienblüte enthalten. Die indische Magnolienblüte =Magnolia champaca. Da in vielen unterschiedlichen Manufakturen der Räucherstofff hergestellt wird, duften die Stäbchen manchmal dezent anders. Aber der Wiedererkennungswert ist immer gegeben.

Doch gilt es auch darauf zu achten, das es Originale sind. Denn aus Indien kommen auch viele Billig-Varianten. Alle möglichen Formen von Räucherstäbchen, die auch mit synthetischen Stoffen hergestellt werden. Auch hier ist der Markt voll von unnatürlichen Produkten.

Firmen des Nag Champa wie Goloka und Satya Sai Baba gehören u.a. zu den Originalen. Am unteren Teil der Packung ist auf einem Aufkleber u.a. das  Produktionsjahr vermerkt. Die Nag Champa Kennzeichnung auf der Packung hat beim Drüberfahren mit den Fingern eine spürbare Erhöhung. Die Seitenteile der Packung sind versiegelt. Die Stäbchen selbst sind handgerollt und dies erkennt man daran, das nicht Eins dem Anderen gleicht.

Und es riecht noch lange nach dem Entzünden eines Räucherstäbchens in der Wohnung oder an der Kleidung nach dem feinen Duft. Für die Stäbchen muß aus der Magnolie voerst ein ätherisches Öl hergestellt werden, bevor es weiterverarbeitet wird. Dann werden Holzpulver, die Öle, etwas Wasser und verschiedene Kräuter, Blüten, Harze, auch Hölzer zu einer Paste verarbeitet und diese auf kleinen Holzstäbchen verarbeitet.

Tibetische Räucherstäbchen haben oft kein Trägerholz.

Ebenso die Japaner verzichten auf die Hölzer, sondern es sind reine aus Kräutern,….hergestellte feine Stäbchen, die durchgehend abgebrannt werden können. Und die Qualität der japanischen Räucherstäbchen ist oft wooow.


Darüberhinaus gibt es Räucherkerzen bzw. Kegel und Räucherspiralen. Diese kenne ich zum Beispiel aus meinen Aufenthalten in Asien. Oft gab es auch so spezielle Anti-Moskito Räucherspiralen. Diese wurden zur Dämmerung entzündet, um die stechenden Moskitos fernzuhalten. Es gibt Räucherpralinen, Räucherpapier und Räucherzöpfe, zum Beispiel aus dem feinen Mariengras wird ein schönes Geflecht hergestellt.

Weihrauch

Des Weiteren kennnen viele noch aus ihrer Kindheit die Räucherung in der Kirche mit Weihrauch. Auch in anderen Ländern wie zum Beispiel Griechenland ist Weihrauch das Non Plus Ultra. Ich kann mich z.B. erinnern, das ich den Geruch als Kind überhaupt nicht mochte. Und heutzutage liebe ich Weihrauch. Das hat auch viel mit der Qualität zu tun.

Weihrauch ist dennoch viel viel älter im Gebrauch und auch in seiner heilenden Wirkung. Schon im alten Ägypten wurde bei der Totenweihe der Weihrauch eingesetzt. Weihrauch hat eine stark desinfizierende entzündungshemmende Wirkung. Seelisch wirkt Weihrauch auf der göttlichen Ebene, was so viel heißt, das sich Tore zum höheren Selbst öffnen und der -spirit- in uns einfließen und wirken kann. So sagt man auch oft über den Weihrauch – Nahrung der Götter. Es ist noch wichtig zu erwähnen, das Weihrauch früher als allgemeine Bezeichnung für Räucherstoffe galt. Dabei ist Weihrauch eine Gummiharz aus dem Weihrauchbaum. Der echte Weihrauch wird auch Olibanum genannt. Der botanische Name ist Boswellia mit verschiedenen Beinamen. Diese beziehen sich auf unterschiedlichste Sorten in Qualität und Herkunft. Nennenswert ist Somalia, wo ein Großteil des Weihrauches hergestellt wird.

weihrauch

Anwendungsmöglichkeiten

Die Verwendung von Räucherwerk ist eine alte ganzheitliche Handlung. Es wurde den Göttern geopfert. Je nach dem wie die Räucherwölkchen steigen, war dies ein Zeiger, ob Gottheiten oder Dämonen angesprochen wurden. Kontakt mit den Ahnen wurde hergestellt. Es gibt viele Räucherstoffe, die unterstützend bei der Entspannung oder bei Meditationen sind. Es gibt auch aphrodisische Räucherstoffe, die die Lust und die Liebe intensivieren. Früher nutzte man auch Räucherstoffe, um hygienische Bedingungen herzustellen. Auch Bewusstseinsveränderung und speziell unterstützende Themengebiete konnten mit Räucherstoffen aufgefangen werden. Nahrungsmittel wurden damit konserviert. Es diente der Duftaura für Mensch und Raum. Und in letzter Instanz weil es ein bewusstes Zelebrieren ist. Eine Andacht, die einfach nur die Atmosphäre verschönert und die Geruchsknopsen verzaubert. Und so können uns auch heute all diese Anwendungen dienen.***

Die Welt des Räucherns

In unterschiedlichen Gebieten dieser Welt haben sich unabhängig voneinander diese Räucherkulte etabliert. Dazu gehören die orientalischen Länder, Indien, aber auch Gebiete im Himalaya und der ganz asiatische Raum.

Die Indianer räucherten mit vielen besonderen Stoffen. Die Schamanen räucherten.

Auch in Europa, bei den Griechen, aber auch bei unseren keltischen und germanischen Vorfahren war es selbstverständlich, die heimischen Pflanzen und Kräuterlis in den Rauchgeist umzuwandeln.

Räucherutensilien

Lose Kräuter, Blüten, Harze und Baumstückchen können auf unterschiedliche Art & Weise verräuchert werden.

Meist nutze ich Räucherkohle, solch schwarzen runden Tabletten, die mit Feuer angezündet werden.

Wichtig ist, weil sie chemische Anzündhilfen in sich tragen, die Kohle vorerst im Freien durchglühen zu lassen, bis sie mit den feinen Räucherstoffen belegt werden.

Und dafür braucht ihr eine feuerfeste Räucherschale. Die gibts in 5000 Varianten. Am allerliebsten mag ich ja die perlmuttglänzenden Muscheln.

So eine Kohletablette reicht wirklich für eine nebelreiche Andacht.

Wenn ich zum Beispiel die Wohnung energetisch reinigen möchte, dann lasse ich erst die Nebel aufsteigen. Ich gehe auch in alle Ecken und fahre mit der Räucherschale den Nebel von unten nach oben, so das alles sauber wird. Danach öffne ich die Fenster. So können alle Schwingungen, die nicht zu mir gehören, mit der Luft in die freie Atmosphäre gelangen und hängen nicht länger in den Eckchen meiner Wohnung fest. Ich verstehe das Räuchern so, wie als würde ich meine Wohnung bis in alle Ecken putzen. Nur das ich es mit Rauch mache und nicht mit Putzwasser. Und so geht es auch deutlich einfacher.

Früher gab es diese Kohletabletten ja noch nicht. Da wurden Zunderpilze genommen. Es ist ein Pilz, der an den Bäumen wächst. Dieser kann getrocknet werden und als Kohle-Ersatz genutzt werden.

Die dezentere Form des Räucherns ist sicherlich, indem die Räucherstoffe auf ein Siebchen gelegt werden und unten drunter steht eine Kerze. Solche Räucherstövchen gibt es mittlerweile auch in einem großflächigen Angebot.

Wenn der Kaminofen richtig heiß ist, können auch Räucherstoffe auf den Kamin gelegt werden. Das ist auf jeden Fall wunderbar für eine dezente Duftaura. Und ich mags auch gerne, Pflänzchen auf meinen Kamin liegen zu haben.

Um überhaupt mit den feurigen glühenden Utensilien in Berührung zu kommen, empfiehlt es sich, eine Metallzange zu nutzen. Ebenso kann in die Räucherschale etwas Vogelsand mit reingegeben werden.

Smudge Sticks – Räucherbündel

Meine mitunter Lieblingsform des Räucherns sind aus verschiedenen Pflanzen und Blüten hergestellte Bündel-auch smudge sticks genannt. Die sehen soooo hübsch aus und darüberhinaus haben sie eine feine Wirkung ( je nach Inhalt).

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Räuchermischungen

Die mitunter älteste bekannte Räuchermischung ist das Kyphi – welche im alten Ägypten schon den höchsten Gottheiten geweiht wurde. Priester zelebrierten in Tempeln eine Andacht mit positiv besetzten Gebeten. Das war eine regelrechte Kunst.

Im Netz findet man allerlei Ableitungen und verschiedene Rezepturen der Kyphi Mischung. Ausschlaggebend sind bestimmte Räucherstoffe wie Myrrhe und Weihrauch, oder auch Galgant, Sandelholz und Kalmus. Auch das hochwertige Adlerholz wirkt mit. Des Weiteren werden Sultaninen in Rotwein eingeweicht dazugegeben. Und Honig.

Aus solch einer Mischung können wunderbar Räucherpralinen oder Kugeln hergestellt werden.

Derzeit lerne ich schöne neue Mischungen kennen, die ich Euch des Weiteren vorstellen möchte. Es sind überlieferte Rezepturen, die zum Beispiel Hekate gewidmet sind. Es gibt die Delphi Mischung, indianische Mischungen, usw.

In letzter Instanz spiele ich mit den Stoffen. Erst räuchere ich die einzelnen Zutaten alleinig, um ein mögliches Rezept  bzw. eine passende Zusammenstellung zu kreieren.

Nah-rung für die Götter

Mit dem Wort Nah-rung meine ich, was wächst hier vor unseren Haustüren. Denn Räuchern muß nicht bedeuten, die teuersten abgefahrenen Rezepturen herzustellen, sondern einfach Pflanzenboten aus nächster Umgebung willkommen zu heißen.

Dazu schreibe ich im Beitrag immergrüne Räucherstoffe.

Schöne Erfahrungen hab ich mit Rainfarn gemacht, mit Beifuß, Eberesche, Baldrianwurzel, Engelwurz, Fichte, Holunder, Königskerze, Mistel, Minze,Salbei und auch der Lavendel und der Lorbeer gehören dazu.

Es können bestimmte Räucherpflanzen noch mal zusätzlich energetisiert werden, wenn sie z.B. im Vollmondlicht aufgeladen werden oder mit bestimmten Heilsteinen in Berührung kommen. Oder ich bete – so wie es früher üblich war. Mit Beten meine ich bewusste Positiv-Assoziationen zu sprechen….nicht so ein runtergeleiertes Vater unser oder so.

exotische Räucherwölkchen

Dazu fällt mir als Allererstes das Labdanum ein. Damit hatte ich zuletzt sonderbare berührende Erlebnisse. Dazu habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben – Liebling der Aphrodite – Labdanum. Labdanum ist das Harz der Zistrose, welche nicht in unseren Breitengraden wächst.

Benzoe siam ist ein Harz von Storaxbäumen. Das liebe ich sehr, weil es sooo vanillig duftet. Storaxbäume wachsen nur in exotischeren Gebieten zum Beispiel in Indien und Thailand.

Weihrauch, Myrrhe und Gold brachten schon die heiligen 3 Könige dem Jesuskind.

Es ist davon auszugehen, das diese zwei Räucherstoffe damals schon so gehandelt wurden wie das Gold. So wertvoll war es. Somit sind Weihrauch und Myrrhe zwei Räucherstoffe, die sich wundersam ergänzen. So wie männlich und weiblich, so wie Geist und Materie zum Beispiel. Weihrauch ist ein Geruch, der sich immerzu gut mit anderen Stoffen mischt. Myrrhe mag ich persönlich nur mit speziellen Abrundungen. Und doch- es hat einen ganz tiefsinnigen Charakter.

Adlerholz oder Oud ist ein heutzutage noch sehr kostbares Räucherstöffchen. Es muß von einem bestimmten Pilz befallen sein, um seinen Geruch zu entfalten. Sehr spannend.

Palo Santo – einer meiner Favoriten. Das heilige (santo) Holz (palo). Das Holz stammt aus Peru oder Equador. Die Geruchsqualität reicht von etwas ganz Eigensinnigem in Richtung holzig, süß, kokos-riechend. Das Palo Santo hat eine sehr kontemplative Wirkung.

Die Stückchen können dann mit einem scharfen Messer in kleine Raspel geschnitten werden.

Zum Schluß noch: wer sich erst mal mit Räucherstoffen ausprobieren will, kann auch mit Gewürzen rum experimentieren. Da gibt es oft im Gewürzregal Rosmarin, Zimt, Lorbeer, Piment, Anis und Co. Oder Kräutertees kann man auch wunderbar nutzen.

Eine weitere Lieblings-Lieblings-Räuchermischung ist eine ayurvedische Kräutermischung von der Firma Berk…..das Zeugs ist woooow wooooow wooooooooooow. Da hab ich sofort die Glücksseligkeit und Göttlichkeit zu Hause. Bei dem Duft bin ich ZU HAUSE.

Weitere tolle Mischungen sind inspiriert von Christian Rätsch, der sich mit allerlei exotischen Räucherstoffen auseinandergesetzt hat. Hier was Aphrodisierendes:

Viel Freude dabei***

Jetzt werde ich erst mal ne Runde räuchern. Eine Danke Schön Räucherung für einen neuen Beitrag……zuliebe der Räucherwölkchen, der Deas, Aphrodite und ihren Kindern****

Bilder sind Partnerlinks zu Amazon und einfach Bildkraft, um Euch das alles anschaulich zu machen. Darüberhinaus werde ich verkaufte Produkte bei Amazon ausschließlich in Samen und die Pflanzenwelt re-investieren. So sei es***

2 Gedanken zu „Wortinspiration: DIE RÄUCHERWÖLKCHEN“

  1. Ich liebe Weihrauch + Myrrhe sehr! Von Maienfelser gab es da auch mal sehr schön natürlich duftende Stäbchen, auch die von Farfalla aus dem Bioladen riechen wunderschön 💖
    Ebenfalls bin ich seit ein paar Monaten ein großer Fan von Palo Santo geworden, weil es so unkompliziert ist und der Duft ist sehr kontemplativ, wie du schreibst.
    Aber für alltägliche Gelegenheiten geht natürlich nix über den Klassiker Nag Champa in der blauen Packung! 😊
    Ja … und die tollen Räucherstöffchen von Starchild aus England sind für mich das Nonplusultra! 😍 So schade, dass es sie nicht bei uns in den Läden zu kaufen gibt … aber eine Reise nach Glastonbury (dort befindet sich die Firma) lohnt sich auf jeden Fall immer! ⭐️

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    1. apropos,bei Sensatonics gibts zwar leider von Starchild keine Räucherstoffe,dafür andere tolle Sorten, aber von Starchild gibts dort Öle…..woooow

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